Pilotenstreiks, Verspätungen und Abstimmungsprobleme mit dem Partner Laudamotion: Europas zweitgrößte Airline Ryanair plagen derzeit gravierende Probleme. Darunter leiden vor allem Kunden. Sogenannte Legal-TechWebseiten versprechen Abhilfe. Von Johannes Frewel

Gewerkschaften und Tarifverträge – das hat Ryanairchef Michael O’Leary gern seinen Wettbewerbern überlassen. Jetzt steigen ihm Gewerkschaften jedoch europaweit auf die Zehen. O’Leary habe das Thema komplett unterschätzt und beschäftige nicht einmal Tarifexperten für den Arbeitskampf, fasst Luftfahrtexperte Carlo Sporkmann von Airliners.de das Debakel zusammen, das die Urlaubs-Hauptsaison durchziehen dürfte: „Dem ist, wie es aussieht, einfach alles entglitten. Und das bewirkt, dass es einfach ruckelt.“

Bei Pannen zeigt eine Airline auf die andere

Ruckeln bedeutet, es wird oft verspätet oder gar nicht geflogen. Für Passagiere besonders nervig: Die irische Ryanair und der österreichische Partner Laudamotion verkaufen gemeinsam Tickets, vermieten sich je nach Bedarf Flugzeuge und Besatzungen gegenseitig. Passagiere haben keinen Einfluss darauf, in wessen Maschine sie letztlich sitzen. Wenn es Pannen gibt, zeigt eine Airline auf die andere und der Fluggast geht leer aus.

Oscar de Felice vom Flugrechts-Onlineportal Flightright kennt die Klagen von Passagieren: „Wenn ein Flug bei Laudamotion gebucht wird, ist Laudamotion auch verantwortlich. Das hat auch vor Kurzem der EuGH, das höchste europäische Gericht in einem von Flightright initiierten Verfahren so entschieden. Dort meinten die Richter: Wer einen Vertrag eingeht, muss dafür auch geradestehen, folglich muss Laudamotion sich verantwortlich zeigen für die Verspätung.“

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